Kühne ermahnt die HSV-Führung: "Es muss etwas passieren"

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Kühne ermahnt die HSV-Führung: "Es muss etwas passieren"

Es sei dringend an der Zeit, dass der HSV Verstärkungen an Land ziehe. Akzeptieren sie Gisdols vorgelegtes Konzept voll und ganz, so ist der eingefleischte Anhänger weiterhin bereit zu helfen.

Beim Hamburger SV warten nicht nur die Fans, sondern auch Klaus-Michael Kühne sehnlichst auf den ersten Transfer. "Es ist ein bisschen spät".

Kühne forderte daher, dass sich mit dem "Aufsichtsrat, Vorstand, Sportdirektor, Trainer" alle Verantwortlichen "am Riemen reißen" und endlich aktiv werden. "Bei anderen Vereinen werden täglich Meldungen über Neuverpflichtungen von sehr interessanten Spielern veröffentlicht, beim HSV gab es bisher keine einzige". Derzeit stehen nur die Abgänge von Rene Adler und Johan Djourou fest.

Kühne wird seine Schatulle nur weiter öffnen, wenn die Macher um Vorstandchef Heribert Bruchhagen und Sportchef Jens Todt sich den Wünschen von Coach Markus Gisdol stärker unterordnen. Mehr aber auch nicht. Bruchhagen wies die Kritik zurück.

Bruchhagen weiter: "Natürlich können wir an einem Nachmittag mit Bobby Wood verlängern, am nächsten dann Kyriakos Papadopoulos kaufen und Julian Pollersbeck noch dazu. Das ist die Realität", erklärte Bruchhagen.

Was anfänglich wie ein freundlicher, aber bestimmter Hinweis erscheint, dass die Bosse der Rothosen mal Dampf machen sollten, entpuppt sich schnell als Forderung mit Drohpotential. Und Milliardär Kühne, der bereits 17 Prozent der Aktien an der HSV Fußball AG hält und in der vorigen Saison rund 30 Millionen Euro in den Kader investiert hat, ist grundsätzlich bereit, frisches Geld für neue Spieler zur Verfügung zu stellen. Wenn das Konzept des Trainers von der sportlichen Leitung komplett umgesetzt werde, sei er bereit, weitere Millionen zu geben. Von rund 20 Millionen Euro war zuletzt die Rede.