"König von Twitter": Satire-Ausstellung veralbert Trump

"König von Twitter": Satire-Ausstellung veralbert Trump

Jetzt hat der Komiker Trevor Noah den spontanen Online-Verlautbarungen Trumps ein satirisches Denkmal gesetzt. So können Besucher der "Twitter Library" etwa auf einer Karte erkennen, welche Länder Trump in seinen Kurzbotschaften am häufigsten erwähnte - oder von einer goldfarbenen Toilette aus selbst Twitter-Botschaften versenden.

Eine satirische Twitter-Ausstellung in New York nimmt Tweets des US-Präsidenten aufs Korn - nur wenige Schritte vom Trump Tower entfernt. Ziel sei es, die unterschiedlichen Facetten der präsidialen 140-Zeichen-Botschaften darzustellen, erklärte Ausstellungsmacher Trevor Noah: "Nie zuvor ist ein Präsident so transparent und gleichzeitig so undurchsichtig gewesen".

"Wir wissen ja nicht, wann seine Amtszeit endet - es könnte nächste Woche sein, es könnte nie sein - also haben wir uns entschieden, es jetzt zu machen", sagt der aus Südafrika stammende Noah, der seit 2015 die "Daily Show" moderiert, in Anspielung auf die diversen Skandale des Präsidenten. Präsidenten-Bibliotheken sind in den USA üblich, dort werden die offiziellen Dokumente des jeweiligen Namensgebers der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Kürzlich gab es in der US-Politik auch Forderungen nach einem Gesetz, das die Archivierung der Trump-Tweets regeln soll.

Mit dem Wort "covfefe" in einem Tweet vom 31. Mai hatte Trump erst für Verwirrung und kurz darauf für Spott im Netz gesorgt. Kein Wunder. Immerhin folgen mehr als 32 Millionen Twitter-Nutzer '@realDonaldTrump', wie sein Profil heißt.

Die berühmtesten Tweets des Präsidenten finden sich in den Räumen hinter Glas und im Goldrahmen. Anderthalb Stunden mindestens müsse man warten, sagt ein Kontrolleur am Eingang. Der Ansturm ist auch deswegen so groß, weil die Ausstellung nur sehr kurz zu sehen ist - bis Sonntag. "Danach wird sie für immer schließen", heißt es von den Machern - und dann in bester Trump-Twitter-Manier: "Sad!"