Irakische Armee beginnt Erstürmung der Altstadt von Mossul

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Irakische Armee beginnt Erstürmung der Altstadt von Mossul

Der Westteil der zweitgrößten irakischen Stadt ist die letzte Hochburg der Terrormiliz im Irak. Doch die Befreiung der Stadt, die im Oktober 2016 begann, kostete bis heute Tausende Menschenleben und trieb Hunderttausende Menschen zur Flucht.

Das irakische Militär hat eine Offensive auf die von der Terrormiliz "Islamischer Staat" kontrollierte Altstadt Mossuls gestartet. Hier wird seit Monaten heftig gekämpft. An dem Einsatz seien neben den Streitkräften auch Anti-Terror-Einheiten und die Bundespolizei beteiligt, erklärte ein Kommandeur der Armee.

Hat dir dieser Artikel gefallen? Dort befindet sich auch die Moschee, in der IS-Anführer Abu Bakr al-Bagdadi im Juli 2014 ein Kalifat ausrief, ein streng islamisches Reich im Irak und in Syrien.

Im Januar hatten irakische Einheiten mit US-Unterstützung aus der Luft den Ostteil Mossuls zurückerobert. "Die Sicherheitskräfte haben im Morgengrauen damit begonnen, Teile der Altstadt zu stürmen", sagte ein Offizier des Einsatzkommandos. Sollte Mossul wieder komplett an die irakischen Truppen zurückfallen, wäre dies faktisch das Ende des Kalifats im Irak.

Die irakischen Truppen hatten im Oktober mit der Rückeroberung von Mossul begonnen. Rund 195.000 von ihnen sind seitdem jedoch wieder zurückgekehrt, vor allem in den Ostteil der Stadt.

Seit der Kampf um die Rückeroberung begonnen hat, wurden etwa 862.000 Menschen aus Mossul vertrieben oder sind geflohen. Die Menschen würden "überwiegend" als "menschliche Schutzschilde" in der historischen Altstadt missbraucht. Die Befreiung der Altstadt ist aber entscheidend für die Regierungstruppen bei der Rückeroberung der gesamten Stadt. Noch im Mai hielten sich nach Einschätzung der Vereinten Nationen bis zu 200.000 Zivilisten im IS-Gebiet auf, ihre Zahl ist aber inzwischen deutlich zurückgegangen. Im benachbarten Syrien läuft derzeit außerdem eine Offensive auf die Stadt Rakka, die als Hauptstadt des IS gilt.