Frische Milliarden für Griechenland

Dies bestätigten mehrere Vertreter der Eurozone in Luxemburg.

Luxemburg (dpa) - Die Eurofinanzminister haben eine Grundsatzeinigung über die Auszahlung frischer Kredite an Griechenland erzielt. Anvisiert ist ein Volumen von 8,5 Milliarden Euro.

Seit Monaten ringt Griechenland mit seinen Gläubigern um die Auszahlung der nächsten Tranche aus dem seit 2015 laufenden Rettungsprogramm. Athen hatte als Vorleistung zuletzt nochmals harte Sparmaßnahmen auf den Weg gebracht - so hart, dass am Donnerstag in Athen wieder etwa 5000 Rentner wegen der Kürzung ihrer Bezüge auf die Straße gingen. Der IWF fordert eine Entscheidung über spürbare Schuldenerleichterungen für Griechenland, die jedoch vor allem Deutschland zum jetzigen Zeitpunkt ablehnt. Dem Drängen Griechenlands auf baldige Schuldenerleichterungen hatte er allerdings vorab eine Absage erteilt.

Streit gab es jedoch insbesondere über die Frage, ob der Internationale Währungsfonds (IWF) sich weiterhin am Hilfsprogramm beteiligt. Allerdings seien "weitere Diskussionen über Umfang und Art" der Schuldenerleichterungen durch die Europäer notwendig.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble lehnt es strikt ab, schon jetzt Zusagen für solche Erleichterungen zu machen. Er betonte auch, dass neue Forderungen gegenüber Griechenland "nicht besonders fair" seien.

Damit legt die Washingtoner Institution ein eigenes Kreditprogramm zu günstigen Konditionen auf, zahlt aber erst Geld aus, wenn der Disput über die Verschuldung beigelegt ist.