Appell für Ronaldo: Hand "ins Feuer"

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Appell für Ronaldo: Hand "ins Feuer"

Ancelotti hatte Ronaldo während seiner Zeit bei Real (2013 bis 2015) betreut, das Verhältnis des Fußballlehrers zum Superstar der Madrilenen galt als ausgesprochen eng.

Wie "Marca" weiter schreibt, soll sich Ronaldo gegenüber seinen portugiesischen Mannschaftskameraden vor dem heute beginnenden Konföderationen-Cup in Russland bereits erklärt haben. Der italienische Traditionsclub soll laut Zeitungsberichten an einer Verpflichtung des portugiesischen Europameisters interessiert sein. Der 32-Jährige wird angeklagt, Steuern hinterzogen zu haben.

Ronaldo ist vor wenigen Tagen von der Staatsanwaltschaft Madrid angezeigt worden. Er weiß auch: Bei einem Verein wie Paris St. Germain bräuchte er nicht weniger zu verdienen als die rund 50 Millionen Euro brutto, die ihm Real pro Jahr überweist. Und - verlässt er wirklich Real Madrid? Dies entspreche zwar nicht Ronaldos Ausstiegsklausel über 1 Milliarde Euro, würde die Marketing-Verluste aber im Rahmen halten - zumal der Champions League-Sieger bis zum eigentlichen Vertragsende rund 200 Millionen Euro Bruttogehalt sparen würde. Dieser soll nun auf eigenen Wunsch Real Madrid verlassen und sozusagen vor der Anklage flüchten. Schon bei der zweiten Frage nach Cristiano Ronaldo hatte der Coach endgültig genug. "Ich lege meine Hand für ihn ins Feuer, für seine Integrität als Mann und als Athlet". Die Rossoneri werden deswegen ins Gespräch gebracht, weil sie nach kürzlich erfolgter chinesischer Übernahme ähnliche Preise wie die in erster Linie gehandelten Verein ManUnited oder PSG zahlen könnten.

Alles nur Kalkül für besseren Vertrag?

Die Madrider Sportzeitung "Marca" rechnete jedoch vor, dass ein möglicher Transfer des Portugiesen als Gesamtpaket realistischerweise "nur" 400 Millionen Euro kosten würde. Auch Torwart Rui Patricio bekräftigt, Ronaldo sei "zu hundert Prozent" konzentriert. "Wir repräsentieren Portugal beim Confederations Cup, darauf wollen wir uns konzentrieren".

Über seine Anwälte und Manager wies der Profi alle Anschuldigungen zurück.

Als einzige Vereine, die für Ronaldo ein realistisches Ziel darstellen könnten, gelten Paris St. Germain und sein früherer Club Manchester United. "Aber nicht zu dem Preis von 400 Millionen Euro", wird AC-Milan-Sportdirektor Massimiliano Mirabelli zitiert.