Zeitung: Sonderermittler ermittelt gegen Trump

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Zeitung: Sonderermittler ermittelt gegen Trump

In der vergangenen Woche hatte der frühere, von Trump entlassene FBI-Chef James Comey vor dem Geheimdienst-Ausschuss des US-Senats beschrieben, wie Trump bei einem Vier-Augen-Gespräch versucht habe, ihn zu überzeugen, die Ermittlungen gegen den früheren Nationalen Sicherheitsberater Michael Flynn fallen zu lassen.

In der Russland-Affäre geht es um die Frage, ob es bei der Präsidentenwahl im vergangenen November eine russische Einflussnahme zugunsten Trumps gab, wie die unterlegene Kandidatin Hillary Clinton unmittelbar nach ihrer Niederlage behauptet hatte. Die Ermittlungen hätten nach der Entlassung von FBI-Chef James Comey am 9. Mai begonnen.

Sessions, einer der wichtigsten Wahlkampfhelfer von US-Präsident Donald Trump, hatte im Bestätigungsverfahren für den Ministerposten im Januar seine Treffen mit Russlands Botschafter Sergej Kisljak verschwiegen und erst im März zwei Begegnungen zugegeben. Geprüft würden Vorwürfe, Trump habe versucht, unzulässigen Einfluss auf die Justiz zu nehmen.

Zuletzt hatte es aus dem Umfeld des Präsidenten geheißen, Trump erwäge eine Entlassung von Sonderermittler Mueller.

Zu einem möglichen dritten Treffen mit Kisljak, über das Comey in nichtöffentlicher Sitzung berichtet haben soll, sagte Sessions: Das könne vielleicht sein, aber er erinnere sich nicht daran. "Ich lese das nicht einmal".

"Es ist essenziell, eine neue Führung für das FBI zu finden, die das Vertrauen der Öffentlichkeit und das Zutrauen in die Kernaufgaben seiner Aufgaben in der Strafverfolgung wieder herstellt".

Comey sagte, er sei darauf nicht eingegangen.

Der Sonderermittler Robert Mueller hat einem Bericht der "Washington Post" zufolge Ermittlungen gegen US-Präsident Donald Trump aufgenommen.

Rechtsvertreter Trumps erklärten, das Durchsickern von Informationen über den Präsidenten im FBI sei empörend und rechtwidrig.

Sessions sagte, er habe Comey nach dessen Treffen mit Trump darauf hingewiesen, dass Unterredungen zwischen FBI und Weißem Haus stets regelbasiert und sehr sorgfältig sein müssten. Es dürfe dabei nur nicht um laufende Ermittlungen gehen. Es habe keinerlei anderen Grund gegeben.

Er habe sich sowohl während des Wahlkampfs als auch während des Auswahlprozesses zum Minister und dann als Justizminister stets an höchste Standards gehalten.