Trumps Anwalt weist Comeys Vorwürfe zurück

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Trumps Anwalt weist Comeys Vorwürfe zurück

Natürlich sind die Aussagen von Ex-FBI-Chef James Comey kaum nachprüfbar, und US-Präsident Donald Trump bestreitet alles. Dem US-Präsidenten drohen aus den Aussagen der Anhörung zwar keine unmittelbaren strafrechtlichen Konsequenzen. Trump habe Comey weder wörtlich noch sinngemäß "gesagt 'Ich brauche Loyalität, ich erwarte Loyalität'". Comey nannte Trumps Äußerungen "sehr beunruhigend" und "sehr Besorgnis erregend". Comey selbst sagte, es sei nicht seine Aufgabe, dies zu bewerten.

Die Folgen von Comeys öffentlicher Aussage sind noch nicht absehbar.

In der Anhörung ließ Comey tiefe Sorge über Trumps Vorgehen durchblicken. Sie halten es für möglich, dass der Kreml damit Donald Trump ins Weiße Haus verhelfen wollte.

Trump gab eine gemeinsame Pressekonferenz mit dem rumänischen Staatspräsidenten Klaus Iohannis.

In der Anhörung beschrieb Comey sein Unbehagen über die Zweiergespräche mit Trump.

Der frühere FBI-Chef betonte, er habe keinerlei Zweifel, dass Russland die Computer von US-Regierungsorganisationen und regierungsnahen Einrichtungen gehackt habe, um Einfluss auf die Präsidentschaftswahl 2016 zu nehmen. Das Justizministerium setzte einen Sonderermittler ein, der die FBI-Untersuchungen leiten soll. Die Vorwürfe des ehemaligen FBI-Chefs Comeys wischt er als Lügen beiseite: "Trotz so vieler falscher Erklärungen und Lügen eine vollständige und umfassende Rehabilitation", schrieb Trump auf Twitter.

Die genannten Gründe für seine Entlassung habe Comey nach eigenen Angaben als "irritierend" empfunden. Sie verwiesen dabei auch auf Comeys Entlassung, mit der Trump klar darauf abgezielt habe, die Ermittlungen zu untergraben.

Comey beklagte sich bitter darüber, dass Trump das FBI in ein schlechtes Licht gerückt hatte: "Die Regierung hat sich dazu entschieden, mich zu diffamieren".

Auf diesen Teil von Comeys Aussage hob der Präsident nun offensichtlich ab.

Comey hatte gesagt, dass gegen Trump selbst nicht ermittelt werde. Seine Einwände kommen aber einer Aufforderung an den Sonderermittler Robert Mueller gleich, Klarheit zu schaffen.

"Es hat mich verwirrt, als ich im Fernsehen gesehen habe, dass der Präsident sagte, er habe mich eigentlich wegen der Russland-Ermittlung gefeuert". Besonders Trumps Justizminister Jeff Sessions gerät erneut in den Fokus.

Republikanische Senatoren machten am Donnerstag deutlich, dass sie keine Beweise dafür sähen. Der Präsident habe nie angewiesen oder angedeutet, dass Comey irgendwelche Ermittlungen einstellen solle, auch nicht gegen den damaligen Nationalen Sicherheitsberater Michael Flynn. Der frühere FBI-Chef gab auch zu, dass er selbst Informationen über ein Gespräch mit Trump über einen Freund an die Medien geleitet hatte, um so die Einsetzung eines Sonderermittlers zu erreichen.

"Es wäre die Lizenz für einen Ermittler, in Trumps Vergangenheit herumzustochern im Hinblick auf seine Finanzen, Russland, russisches Geld", sagte er.