Trump-Vertrauter: US-Präsident erwägt Entlassung von Sonderermittler Mueller

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Trump-Vertrauter: US-Präsident erwägt Entlassung von Sonderermittler Mueller

"Absprachen mit dem Ziel, dieses Land, dem ich 35 Jahre lang gedient habe zu schädigen oder den demokratischen Prozess zu unterminieren, das ist eine entsetzliche und abscheuliche Lüge".

Zuletzt hatte es aus dem Umfeld des Präsidenten geheißen, Trump erwäge eine Entlassung Muellers. Sollte es für den Ausschuss erwiesen sein, dass es bei den Kontakten mit den Russen auch um den US-Wahlkampf gegangen ist, wäre das zumindest für Sessions das Ende seiner Karriere in Washington. Die Untersuchungen seien aufgenommen worden, kurz nachdem Trump FBI-Chef James Comey entlassen hatte.

US-Justizminister Jeff Sessions hat jedwede Verwicklung in eine russische Beeinflussung der US-Wahl 2016 rundweg zurückgewiesen. Außer als es um den Ex-FBI-Chef James Comey ging, der Donald Trump vergangene Woche schwer belastet hatte.

Und: Er war bei keinen Gesprächen anwesend, wo es "Absprachen" zwischen dem Trump-Team und Vertretern Russlands gegeben hat.

Demnach hat sich Trump die Anhörung von Sessions nicht vollständig angeschaut, da er zu dem Zeitpunkt auf Reise gewesen sei. Sessions erklärte am Dienstag, er habe sehr wohl reagiert und gesagt, dass das FBI und das Justizministerium ihr Protokoll befolgen müssten. Ohnehin sei es seltsam, dass ein ehemaliger FBI-Chef Details über seine Gespräche mit dem US-Präsidenten durchsickern lasse. Die Zeitung bezieht sich dabei auf anonyme Quellen, die über die Anfragen des Ermittlerteams von Robert Mueller informiert worden seien. Frauen, Wissenschaftler, Intellektuelle, Journalisten und Künstler legen ihre kleinlichen Zwiste beiseite und treten vereint gegen Trump und seine Alt-Right-Ideologen an. Auf die Frage, ob Trump Gespräche im Weißen Haus aufnehme, sagte Sessions, das könne er nicht sagen.

Wie viele Treffen mit dem russischen Botschafter hatte Sessions?

Der Justizminister dürfte aber auch zu seinen Kontakten zum russischen Botschafter befragt werden, die er während seines Nominierungsverfahrens verschwiegen hatte.

Zu einem möglichen dritten Treffen mit Kisljak, über das Comey in nichtöffentlicher Sitzung berichtet haben soll, sagte Sessions: Das könne vielleicht sein, aber er erinnere sich nicht daran. Die Enthüllungen führten jedoch dazu, dass sich der Minister aus den Ermittlungen in der Russland-Affäre heraushält. "Ich lese das nicht einmal". Sessions ist in den Ermittlungen in der Russland-Affäre seit Wochen handlungsunfähig. Er habe diese Entscheidung aber lediglich getroffen, weil er gemäß den Statuten des Justizministeriums befangen war, weil er Teil von Trumps Wahlkampfteams gewesen war.

Zum Auftakt seiner zweieinhalbstündigen Aussage vor dem Geheimdienstausschuss sagte Sessions, er wolle seine Ehre gegen "verleumderische und falsche Anschuldigungen" verteidigen.

In der Russland-Affäre gerät US-Präsident Trump immer stärker in den Fokus der Ermittler.

Außerdem habe er sich mit der Comey-Empfehlung trotz seine Rückzuges aus der Russland-Affäre wieder genau in diese eingemischt. Er soll die Russland-Ermittlungen weiterführen und auch Comeys Entlassung untersuchen. Sessions beharrte darauf, dass Comey wegen seiner Rolle bei der Untersuchung von Hillary Clintons privatem E-Mail-Server untragbar geworden sei - obschon Donald Trump mehrmals posaunte, er habe den FBI-Direktor wegen dessen Russland-Untersuchung entlassen.