Rock am Ring: 2 Personen verhört, Suche geht weiter

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Rock am Ring: 2 Personen verhört, Suche geht weiter

Zuvor waren Ermittlungen wegen Vorbereitung eines Sprengstoffanschlags eingeleitet und die Wohnungen der drei Männer durchsucht worden. Sie sind seit Samstagmorgen wieder auf freiem Fuß.

Auslöser für den Alarm seien Unstimmigkeiten zwischen den tatsächlichen Personen und den registrierten Namen auf Zugangsausweisen für sicherheitsrelevante Bereiche gewesen, teilten die Ermittler am Samstag mit.

Polizeibeamte durchsuchen nach dem Festivalabbruch wegen Terrorgefahr das Veranstaltungsgelände.

Nürburg. Nach der Unterbrechung des Festivals "Rock am Ring" wegen Terrorgefahr soll am Samstag die Entscheidung über Fortsetzung oder Abbruch verkündet werden. Zehntausende Besucher verließen innerhalb kurzer Zeit geordnet und ruhig das Festivalgelände. "Hintergrund sind konkrete Hinweise, aufgrund derer eine mögliche terroristische Gefährdung nicht auszuschließen ist".

Schon vor der Unterbrechung hatten Sicherheitsbedenken das Festival begleitet. Auf der Facebook-Seite des Veranstalters heißt es dazu: "Nach intensiven Durchsuchungen des gesamten Festivalgeländes haben sich die Verdachtsmomente für eine akute Gefährdungslage nicht erhärtet". Sie wies den Veranstalter an, das Festivalgelände am Nürburgring aus Sicherheitsgründen räumen zu lassen. Dort treten dieselben Bands in anderer Reihenfolge auf. Zehntausende Fans wurden per Lautsprecherdurchsagen aufgefordert, das Gelände zu verlassen. Der am Freitagabend abgesagte Auftritt der Band Rammstein konnte aus organisatorischen Gründen nicht nachgeholt werden. Dass das Gelände geräumt werden musste, sah er kritisch. Ein anderer Nutzer schrieb: "Wünsche allen Festivalteilnehmern jetzt endlich mal unwetter- und terrorfreien Musikgenuss".

Die Broilers werden ihren unterbrochenen Auftritt am Samstagabend fortsetzen. In Richtung der Polizei sagte er: „Ich hoffe, dass sie mit uns und unseren Fans ebenso umgehen wie bei Fußballspielen, wo am nächsten Tag wieder gespielt wird.“ Damit spielte er auf den Anschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund an, dessen Team am nächsten Tag trotzdem in der Champions League antrat. Die Männer seien von einem kurzfristig zur Aushilfe eingesetzten Frankfurter Subunternehmer zu dem Musikspektakel am Nürburgring geschickt worden.

Das Sicherheitskonzept des Festivals war nach dem Terroranschlag auf ein Konzert in Manchester vor anderthalb Wochen mit mehr als 20 Toten überprüft worden.