Mythos Le Mans mit Kratzern im Lack

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Mythos Le Mans mit Kratzern im Lack

"Das wird keineswegs nur ein Duell gegen Toyota".

Nachdem die Japaner im Vorjahr in letzter Sekunde den Sieg verloren, soll es nun beim 24-Stunden-Klassiker klappen. Denn neben Audi muss auch der Stuttgarter Sportwagenbauer wegen des Abgas-Skandals im Volkswagen-Konzern sparen und setzt im Gegensatz zu Toyota (3) nur noch zwei der fast 1000 PS-starken 919 Hybrid ein. "Der härteste Gegner ist und bleibt das Rennen selbst", sagt Porsche-Projektleiter Fritz Enzinger mit Respekt vor den. Zu Beginn der letzten Runde blieb der führende TS050 mit dem Japaner Kazuki Nakajima am Steuer wegen eines Defekts stehen. "Es gibt keine Garantien, es kann immer alles passieren". Die Schwaben peilen den dritten Hattrick nach 1983 und 1998 an.

Peugeot setzte aber gestern das erste Ausrufezeichen. Der frühere Formel-1-Fahrer Kamui Kobayashi erzielte auf den 13,629 Kilometern eine Rekordzeit von 3:14,791 Minuten. Dahinter Neel Jani im Porsche #1, dann Sebastien Buemi (Toyota #8), Timo Bernhard (Porsche #2) und Nicolas Lapierre (Toyota #9).

Prominentester Fahrer auf dem "Circuit de la Sarthe", der zu zwei Drittel der Strecke aus ganz normalen öffentlichen französischen Landstraßen besteht, ist Rubens Barrichello (LMP2-Klasse). Es ist das extremste Rennen der Welt und längst ein Mythos: Die 24 Stunden von Le Mans bilden das Saison-Highlight der Langstrecken-WM WEC, der berühmte Marathon in Westfrankreich geht an diesem Samstag (15.00 Uhr) in seine 85. Auflage. Der Brasilianer fuhr in der Formel 1 unter anderem für Ferrari an der Seite von Rekordweltmeister Michael Schumacher, 2002 und 2004 wurde er Vizeweltmeister. Darunter auch vier Österreicher.

Der Salzburger Dominik Kraihamer startet mit seinen zwei Kollegen Marco Bonanomi und Oliver James Webb im Enso CLM des ByKolles-Teams hinter den fünf Werksautos in der LMP1-Klasse aus der sechsten Position (+11,2 Sekunden). Stelle klassiert (+37,8). Die in der GTE-Amateurklasse startenden Matthias Lauda (Aston Martin Vantage) und Klaus Bachler (Porsche 911 RSR) nahmen die Positionen zwei (38,4) bzw.