Lagenschwimmer Heintz knackt deutschen Rekord

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Lagenschwimmer Heintz knackt deutschen Rekord

Lagenschwimmer Philip Heintz hat seinen eigenen deutschen Rekord über 200 Meter Lagen deutlich verbessert. Da war es wieder, sein Lächeln, für das man im Lexikon den Begriff "gewinnend" findet: groß, breit, auffällig.

Der 26-Jährige schlug mit 1:56,59 Minuten als Erster an und blieb damit fast eine Sekunde unter seiner bisherigen Bestmarke. Er war bei den nationalen Meisterschaften Titelverteidiger auf der Lagenstrecke und schaffte mit dem Ergebnis auch die Vorlauf-Norm für die Weltmeisterschaft vom 14. bis 20. Juli in Budapest.

"Eigentlich müsste ich jetzt meine Karriere beenden", sagte Heintz nach seinem Endlauf lachend. Mit dieser Zeit war er bei Olympia in Rio de Janeiro Sechster geworden. Bei Olympia war nur US-Superstar Michael Phelps schneller.

Auch abseits des Beckens taugt Heintz zum Vorbild. "Ich glaube, dass er damit auf jeden Fall um die Medaillen mitkämpfen kann", sagte er nach dem deutschen Rekord.

Der bei Olympia disqualifizierte Jacob Heidtmann verpasste die WM-Norm auf seiner Nebenstrecke. " Bei Olympia träten Kreisligisten gegen Champions-League-Teilnehmer an - also deutsche Athleten, die nebenbei häufig zur Zukunftssicherung studieren müssen, gegen etwa amerikanische Vollprofis, die sich auf ihren Sport konzentrieren können". Erfolge, die in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen werden, ihm aber allein im Weltcup 40 000 Euro Preisgeld einbrachten (doppelt so viel, wie er für Olympiagold kassiert hätte) - und mental für kommende Aufgaben stärken. Noch am Morgen hatte er sich nicht fit gefühlt, er kennt das aus den vergangenen Monaten: "Dann geht man an den Start und sagt sich: Irgendwie wird es schon klappen". "Ich bin am Ende einfach nicht gestorben", sagte der Kurzbahn-Vizeweltmeister. Die Schwimmer müssen in diesem Jahr harte WM-Normen knacken. Ein neues Krafttrainingskonzept und die Zentralisierung der Trainingsstandorte sorgten für Unruhe unter den Athleten - es sind wie in den vergangenen Jahren ungewisse Zeiten im deutschen Schwimmen.