Jury im Cosby-Prozess kann sich nicht auf Urteil einigen

  • Jury im Cosby-Prozess kann sich nicht auf Urteil einigen

Jury im Cosby-Prozess kann sich nicht auf Urteil einigen

Nach Angaben des Gerichts in Norristown im US-Bundesstaat Pennsylvania ist sich die zwölfköpfige Jury über das Urteil von Bill Cosby noch immer uneinig. Auch am Donnerstag - dem vierten Tag ihrer mittlerweile rund 40-stündigen Beratungen - konnten sich die Geschworenen auf keinen Schuld- oder Freispruch einigen. Richter Steven O'Neill schickte die Jury zurück in das Geschworenenzimmer, nachdem diese kein einstimmiges Urteil erzielt hatte. Er forderte sie aber zu einem weiteren Anlauf auf. Sollte dies tatsächlich der Fall sein, könnte das Verfahren mit einer neuen Jury komplett neu verhandelt werden. Eigentlich waren die Ermittlungen dazu bereits eingestellt worden. Sogar eine Neuauflage des Prozesses steht im Raum. Er hat eine Kaution von einer Million Dollar (897 000 Euro) gezahlt. Im Falle eines solchen Gerichtsverfahrens ohne Urteilssprechung, wie das auch genannt wird, wäre zwar Cosby nicht schuldig, jedoch auch nicht freigesprochen.

Das noch nicht endgültige Patt sei keinerlei Bestätigung für Cosbys Unschuld, sagte dagegen Anwältin Gloria Allred.

Cosby droht bei einem Schuldspruch eine bis zu 30-jährige Haftstrafe. Richter O'Neill könnte Cosby diese im Fall einer Verurteilung aber gleichzeitig absitzen lassen und in seinem Strafmaß auch andere Faktoren berücksichtigen.

Cosbys Verhältnis zu den mehr als 50 weiteren Frauen, die ihm Sexualdelikte vorwerfen, sind bis auf eine Ausnahme nicht Teil des Verfahrens. Darin hatte er erklärt, der Sex mit Constand sei einvernehmlich geschehen. Da die meisten Anschuldigungen verjährt sind, beschränkt sich das Strafverfahren aber auf einen einzigen Fall aus dem Jahr 2004.