Hochhausbrand in London Behörden suchen fieberhaft nach der Ursache - Bisher

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Hochhausbrand in London Behörden suchen fieberhaft nach der Ursache - Bisher

Nach der Brandkatastrophe mit mindestens 17 Todesopfern in einem Londoner Hochhaus mehren sich Anschuldigungen über mangelnden Brandschutz. Vermisst wurde auch der 65-jährige Tony Disson, in seinem letzten Anruf bat er einen Freund, "sag meinen Söhnen, dass ich sie liebe".

Die Queen und ihr Enkel Prinz William besuchten derweil eine Notunterkunft in einem Fitness-Center in der Nähe des Brandorts.

Wie die Londoner Polizeisagte, wird mit weiter steigenden Opferzahlen gerechnet. Das teilte die Polizei am Mittwoch mit.

Thorsten Wessely von der Feuerwehr erklärt, wie der Brandschutz in Hamburg funktioniert: "In Hamburg haben wir einen hervorragend funktionierenden und vorbeugenden Brandschutz, der in regelmäßigen Abständen Objekte, Hochhäuser oder Veranstaltungsorte sichtet und guckt, ob hier alles in Ordnung ist". Es sei zu befürchten, dass sie ums Leben gekommen seien.

24-stöckiges Hochhaus in London in Flammen Das Feuer ist in der Nacht ausgebrochen. Nach Angaben der Rettungskräfte vom Mittwoch wurden mindestens 78 Patienten in Kliniken behandelt.

Die für die Verkleidung der Fassade verantwortliche Firma Harley Facades erklärte, ihr sei derzeit kein Zusammenhang zwischen der Baumaßnahme und dem Brand bekannt.

Auf Twitter äußerten gerettete Bewohner den Verdacht, ein defekter Kühlschrank könnte die Brandursache für das Flammeninferno gewesen sein.

Premierministerin Theresa May traf am Vormittag am Unglücksort ein, um sich persönlich ein Bild von der Katastrophe zu machen. Darüber hatten Anwohner geklagt. Die Feuerwehr war eigenen Angaben zufolge mit 200 Leuten und 40 Löschfahrzeugen im Einsatz. Deswegen sollten Hunde weiter nach Vermissten suchen. Feuerwehr-Chefin Cotton sagte, die Rettungskräfte gingen nicht davon aus, noch jemanden lebend zu finden. Die Polizei sprach von 17 Opfern. Es sei möglich, dass manche Opfer nie identifiziert werden könnten. Londons Bürgermeister Sadiq Khan hatte den Einwohnern der Stadt versichert, "dass wir für alle Antworten bekommen werden". Sie hätten keine einfachen Notausgänge und keine Sprinkleranlagen. Die Grenfell-Mieterinitiative teilte mit, man habe wegen der schlechten Sicherheitsstandards in dem Hochhaus und anderswo im Bezirk in den vergangenen Jahren häufig gewarnt. Zu dieser Frage gab es zunächst unterschiedliche Aussagen. Königin Elizabeth die Zweite drückte den Betroffenen ihre Anteilnahme aus.

Schon am Donnerstag hatte die Monarchin den Mut der Feuerwehrleute und die "unglaubliche Grosszügigkeit" der freiwilligen Helfer gewürdigt.

Alle Bewohner des 24-stöckigen Hochhauses sollen bis zum Wochenende eine neue Wohnung erhalten, sagte Megan Hession von der Bezirksverwaltung in Kensington und Chelsea.

"Sie waren eingeschlossen. Sie konnten nicht runter, insbesondere nicht aus dem obersten Stockwerk. die Menschen sind verbrannt", sagte ein Augenzeuge, Daniel, dem Rundfunksender BBC. Aktivisten riefen für den Abend zu einer Solidaritätskundgebung im Regierungsbezirk Westminster auf. Bald schon sollen sie neue Wohnungen haben, sagen die Behörden. Die Demonstration stand unter dem Motto "Justice for Grenfell!" (Gerechtigkeit für Grenfell) angekündigt.