Ägyptisches Gericht verhängt 30 Todesurteile an einem Tag

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Ägyptisches Gericht verhängt 30 Todesurteile an einem Tag

Ein ägyptisches Gericht hat 31 Menschen wegen des Mordes am ehemaligen Generalstaatsanwalt des Landes zum Tode verurteilt.

Der frühere Generalstaatsanwalt ist das prominenteste Opfer in einer Reihe von Anschlägen in dem Land seit 2013. Barakat hatte die Strafverfolgung Tausender Islamisten in Ägypten geleitet und war am 29. Juni 2015 mit einer Bombe getötet worden.

Der Vorsitzende Richter Hassan Farid sagte bei der Urteilsverkündung, Barakats Tötung sei eine "abscheuliche und feige Verschwörung" gewesen. Von den insgesamt 67 Beschuldigten sind 15 noch auf der Flucht. Sie hätten mit der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas zusammengearbeitet. Das Gericht wird am 22. Juli erneut zusammenkommen, um die Todesurteile zu bestätigen und das Urteil über weitere 36 Angeklagte zu sprechen. Gegen den Richterspruch kann Berufung eingelegt werden.

Das ägyptische Militär hatte nach Massenprotesten im Juli 2013 den islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi von der nun verbotenen Muslimbruderschaft entmachtet.

Dem Anschlag auf Barakat folgte eine weitreichende Verschärfung der Sicherheitsgesetze in dem Land. Im September 2013 überlebte der damalige Innenminister Mohammed Ibrahim einen Bombenangriff.