Gottesdienst und Prozession zum Fronleichnamsfest in München

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Gottesdienst und Prozession zum Fronleichnamsfest in München

„In der Taufe sind wir eins.“ Marx betonte: „Katholisch sein bedeutet nicht, gegen andere zu sein, sondern es bedeutet, die Fülle des Glaubens bezeugen zu wollen.“ Gerade am Fest Fronleichnam gelte es deutlich zu machen: „Wir streben die Einheit aller Christen an.“. Entscheidend jedoch sei der Wille, "nicht gegeneinander, sondern miteinander" weiterzugehen. Er hoffe, sagte der Erzbischof, dass die Christen durch das Reformationsjahr angeregt würden, "Schritte auf diese sichtbare Einheit in verschiedenen Ausdrucksformen zu gehen" und diesen Weg auch nach dem Ende des Gedenkjahres fortzusetzen. Das Fronleichnamsfest sei eine "Konzentration auf diese Botschaft", erklärte der Erzbischof. Während der Messwein das Blut Jesu Christi versinnbildlicht, ist der Leib des Sohns Gottes in der Hostie dargestellt. "Er gehört der ganzen Welt".

Da Fronleichnam in Österreich weiterhin ein Feiertag ist, finden die Prozession in Innsbruck bereits am heutigen Donnerstag statt: Um 9 Uhr begannen die Feierlichkeiten mit der 250. Fronleichnams-Prozession von der Pfarrkirche St. Nikolaus aus. Heuer stand das Fest unter dem Leitwort "Christus - gemeinsame Mitte", wie das Erzbischöfliche Ordinariat mitteilte. Angeführt wurde die Prozession auf dem etwa zwei Kilometer langen Weg von einem von Jugendlichen getragenen Kreuz, begleitet unter anderem von Ordensangehörigen, Studenten, Mitarbeitern in pflegenden und pastoralen Berufen, Priestern, Diakonen und Ministranten, Vertretern von Staat und Stadt, Ordensrittern, Vertretern der katholischen Räte, von Verbänden und Trachtengruppen.

Die Fronleichnamsprozession zieht durch die Innenstadt in München.

Der etwas sperrige Name des Fronleichnamsfest hat anders als viele glauben mögen nichts mit Leichen zu tun - vielmehr hat der Name des Feiertags seinen Ursprung im Mittelhochdeutschen und ist von "vrône lîcham" abgeleitet, was so viel bedeutet wie "der Leib des Herren".