Confed Cup: DFB-Team schwitzt für den Auftakt

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Confed Cup: DFB-Team schwitzt für den Auftakt

Doch ein Blick in die Geschichte des Wettbewerbs legt nahe, dass ein Titelgewinn nicht unbedingt erstrebenswert ist: Denn noch nie konnte der Confed-Cup-Sieger beim folgenden großen Turnier den WM- oder EM-Pokal in die Höhe strecken.

Besonders hoch im Kurs standen aber Selfies mit Bundestrainer Joachim Löw sowie international bekannten Akteuren wie Torwart Marc-André ter Stegen vom FC Barcelona, Weltmeister Julian Draxler von Paris St. Germain oder dem beim FC Liverpool spielenden Mittelfeldakteur Emre Can.

Rund dreieinhalb Stunden soll der Charterflug LH342 nach Sotschi dauern. Löw versprach: "Ich werde schauen, dass wir eine möglichst homogene Mannschaft auf den Platz bekommen, die mit Einsatzfreude und Spielfreude zu Werke geht". Petersburg wird das Finale des Confed Cup ausgetragen. "Nächstes Jahr müssen wir top in Form sein und eine gute Performance abliefern", erklärte Löw zur Mission 2017.

Während das DFB-Team mit unerfahrenen Spielern antritt, kommen andere Länder mit vielen Topstars: Europameister Portugal mit Cristiano Ronaldo (32/Real Madrid), Südamerika-Meister Chile mit Bayern-Star Arturo Vidal (30) und Arsenal-Stürmer Alexis Sanchez (28).

Die Zuversicht im DFB-Lager ist groß. "Wir sind insgesamt gut aufgestellt", glaubt Löws Assistent Marcus Sorg trotz der Ausfälle des Ex-Schalkers Leroy Sané und des Leipzigers Diego Demme. Auch ohne alle namhaften Weltmeister von Manuel Neuer über Mesut Özil bis hin zu Thomas Müller ist die Halbfinal-Teilnahme das Minimalziel. Diese Zuversicht ist bei der Sportlichen Leitung recht schnell gewachsen. "Das heißt, die Trainingsgestaltung ist eher auf uns ausgerichtet, so dass wir sehr viel von den Spielern auch erfahren und von den Spielern mitbekommen".

Die Erwartungshaltung für den Auftakt am Montag (17 Uhr) in Sotschi gegen Asienmeister Australien sei "natürlich ein Sieg", sagte Bierhoff, "wir wissen aber auch, dass wir mit einer Mannschaft spielen, die so nicht allzu häufig gespielt hat". "Wir wollen alle Spieler sehen", kündigte Sorg durchaus eine Rotation im Turnierverlauf an.

Weitere Gruppengegner der DFB-Auswahl sind Südamerikameister Chile und Afrika-Champion Kamerun. DFB-Präsident Reinhard Grindel kündigte an, er wolle vor Ort "ganz deutlich machen, dass Meinungs-, Demonstrations- und Pressefreiheit etwas ist, wozu sich auch Russland verpflichtet hat". "Das Hauptziel ist, 2018 erneut den Weltmeistertitel zu gewinnen", verdeutlichte Grindel.