Prozess gegen U-Bahn-Treter beginnt mit Befangenheitsantrag

  • Prozess gegen U-Bahn-Treter beginnt mit Befangenheitsantrag

Prozess gegen U-Bahn-Treter beginnt mit Befangenheitsantrag

Dem mutmaßlichen U-Bahn-Treter wird vor dem Landgericht der Hauptstadt gefährliche Körperverletzung vorgeworfen.

► Der Prozess wurde am Donnerstagmittag noch vor dem Verlesen der Anklage vertagt. Den Angriff auf dem U-Bahnhof soll der 28-Jährige gegenüber den Ermittlern zugegeben haben.

► Laut Anklage entblößte er am Morgen des 13. Oktober 2016 auf einem Parkplatz in Berlin-Reinickendorf sein Glied und masturbierte vor zwei Frauen.

"Jetzt, da jeden Tag über neue Vorfälle im Zusammenhang mit minderjährigen migrationshintergründigen Kriminellen berichtet wird, sollte jedem die bedrohliche Situation, die von ihnen und ihrem kriminellen Umfeld für unsere Stadt ausgeht, klar geworden sein", hatte die Schöffin am 24. Juli 2010 in einem öffentlich einsehbaren Leserbrief an den Tagesspiegel geschrieben. Er muss sich dort nun nicht nur wegen des Angriffs auf die Frau sondern auch wegen exhibitionistischer Handlungen verantworten. Die damals 26-Jährige brach sich einen Arm und verletzte sich am Kopf. Knapp acht Monate nach der Gewaltattacke gegen eine Frau auf einer Treppe in der U-Bahnstation beginnt der Prozess gegen den mutmaßlichen Angreifer. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Angriff das Potenzial hatte, "ihr Leben zu gefährden".

Der Angeklagte ist nach Angaben von Ermittlern in Deutschland nicht vorbestraft.

Berlin-Neukölln: Das Schock-Video vom brutalen Tritt am U-Bahnhof! Er war nach der Tat untergetaucht, bevor er am 17. Dezember in Berlin festgenommen wurde.

Der Mann sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Bei einer Verurteilung wegen gefährlicher Körperverletzung droht dem 28-Jährigen eine Haftstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren.