Opel-Chef Neumann zurückgetreten

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Opel-Chef Neumann zurückgetreten

Der Opel-Aufsichtsrat hat Michael Lohscheller, seit September 2012 Chief Financial Officer und Geschäftsführer Finanzen von Opel, als seinen Nachfolger bestellt. Der Automanager wolle nur so lange an der Opel-Spitze bleiben, bis der Verkauf der bisherigen GM-Tochter an den französischen Konzern PSA Peugeot-Citroen umgesetzt sei, schreibt das Blatt ohne Angaben von Quellen.

Für ihn sei es eine schwierige persönliche Entscheidung gewesen, lässt sich Neumann in der offiziellen Opel-Pressemitteilung zitieren. Dadurch werde Opel "noch erfolgreicher und stärker aufgestellt". Danach wolle er sich Zeit nehmen, "über meine persönlichen nächsten Schritte zu entscheiden". Mit Lohscheller und seinem Team habe Opel/Vauxhall beste Perspektiven für Mitarbeiter, Kunden und Partner. Der 48-jährige Diplom-Kaufmann arbeitete schon vor seiner Zeit bei Opel über viele Jahre in der Automobilbranche, bei Daimler, Mitsubishi und Volkswagen. VW soll er in den USA wieder in die schwarzen Zahlen geführt haben. Wir werden den eingeschlagenen Weg konsequent weitergehen und als Teil der PSA-Gruppe weiter an Schlagkraft gewinnen", sagte Michael Lohscheller, "denn hier entsteht nach dem erwarteten Closing des Vertrags ein neuer europäischer Champion.

Opel-Chef Karl-Thomas Neumann will einem Zeitungsbericht zufolge den Autobauer verlassen, wenn dieser endgültig an den Peugeot-Mutterkonzern PSA übergeht. Der Opel-Chef sehe den Zusammenschluss mit PSA zwar als strategisch richtigen Schritt an, habe jedoch Sorge, ob die Franzosen die einschneidenden Veränderungen durch die Elektromobilität richtig erkennen.

Taveres fordert von Opel, rasch in die Gewinnzone zu kommen. Beim Neustart setze er auf die vorhandene Mannschaft, so Tavares. "Sie müssen nur wissen, dass es so wie bisher nicht bleiben kann". "Das Einzige, was Mitarbeiter schützt, ist Gewinn", sagte er.

Am Freitag hat sich Karl-Thomas Neumann noch ganz den Aufgaben eines Opel-Chefs gewidmet. Unter seiner Führung habe das Unternehmen seit 2013 neue, aufregende und wettbewerbsfähige Autos entwickelt. "Wir werden kein vorgekochtes Rezept vorlegen, sondern von der Unternehmensleitung und den Führungskräften in Schlüsselpositionen die Ausarbeitung eines Plans verlangen, wie Opel aus der Verlustzone herauskommen und seine Performance verbessern kann". "Wir möchten ihm für die große Leistung danken". Der frühere Opel-Betriebsratschef Klaus Franz bedauerte im Gespräch mit der "Automobilwoche" bereits den möglichen Rückzug Neumanns.

Indes wehrt sich Audi-Chef Stadler: "Ich glaube, die Dieselkrise hat Ressourcen gebunden und tut das immer noch". Vor dreizehn Jahren folgte der Wechsel zum Autozulieferer Continental, den er von August 2008 bis August 2009 als Vorstandsvorsitzender führte.