Hochhaus in London steht in Flammen

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Hochhaus in London steht in Flammen

Nach Angaben einer Augenzeugin war es unmöglich, den um Hilfe schreienden Menschen zu helfen.

Laut BBC gibt es Befürchtungen, dass der Grenfall Tower durch das Feuer einstürzen könnte.

Ein Anwohner beobachtet den Brand.

Bewohner schrien um ihr Leben, versuchten teilweise, sich an zusammengeknoteten Bettlaken aus dem Fenster abzuseilen.

Das von Sky News zur Verfügung gestellte Videostandbild zeigt die Löscharbeiten. 200 Feuerwehrleute kämpften gegen die Flammen im Grenfell Tower, in dem sich möglicherweise immer noch Menschen aufhielten. Da schlugen die Flammen schon an der Fassade hoch.

Ein Anwohner berichtet der "Daily Mail", er habe ein "brennendes Kind" gesehen, das aus dem 22. Stock gesprungen sei.

Der Alarm ging kurz vor 01.00 Uhr Ortszeit (02.00 Uhr MESZ) ein. Scotland Yard rechnet jedoch mit weiteren Todesopfern, wie ein Sprecher mitteilte. Gegenwärtig scheine keine Einsturzgefahr zu bestehen, teilte die Feuerwehr am Mittag mit. Um dem Flammentod zu entkommen, springen Menschen in die Tiefe oder werfen sogar ihre Kinder hinunter. Die Rettungsarbeiten dürften sich noch längere Zeit hinziehen.

Die Ursache des Katastrophe war zunächst unklar. Ein Experte überprüfe laufend die Statik des Grenfell Towers, sagte Londons Feuerwehrchefin Dany Cotton. "Es werden noch Menschen vermisst", sagte Stuart Cundy von Scotland Yard am Mittwoch. Das Gebäude wurde 1974 erbaut und von 2014 bis 2016 für 8,6 Millionen Pfund (knapp 10 Millionen Euro) renoviert. Bewohner des Hochhauses hatten sich bereits mehrfach über unzureichenden Brandschutz beschwert. Der Grenfell Tower brenne vom zweiten bis zum 24. Stock, hieß es. Alle erforderlichen Kontrollen, Bestimmungen im Brandschutz und sonstigen Sicherheitsstandards seien eingehalten worden, teilte die Firma am Mittwoch mit.

Der Bürgermeister Sadiq Khan sprach von einem "bedeutenden Vorfall". "Es wird im Laufe der nächsten Tage viele Fragen zur Ursache dieser Tragödie geben und ich möchte den Londonern versichern, dass wir dazu alle Antworten bekommen werden".

Die britische Premierminister Theresa May hat sich zutiefst erschüttert über die Todesfälle bei der Feuerkatastrophe geäußert.

Die Bundesregierung reagierte mit Bestürzung und würdigte den Kampf der Rettungskräfte gegen die Flammen.

GROSSBRAND ⋅ Eine riesige Rauchsäule, meterhohe Flammen und Bewohner in Todesangst: Bei einem verheerenden Brand in einem Hochhaus im Westen Londons sind mehrere Menschen ums Leben gekommen und dutzende weitere verletzt worden.

Der erste Notruf ging um 0.54 Uhr ein, innerhalb von sechs Minuten seien die ersten Löschfahrzeuge vor Ort gewesen, teilten die Rettungskräfte mit. Dan Daly von der Feuerwehr sagte, die Einsatzkräfte würden Atemmasken tragen, die Arbeit sei extrem hart und die Bedingungen sehr schwierig. 40 Feuerwehrfahrzeuge waren im Einsatz. Mehrere Feuerwehrleute wurden bei dem Einsatz verletzt. "Wir werden in den kommenden Stunden und Tagen sorgfältig nach dem Grund für dieses Feuer suchen und untersuchen, was passiert ist", sagte sie.

Augenzeugen berichteten am Morgen, aus den oberen Stockwerken seien Schreie zu hören gewesen.

Osnabrück. Stundenlang steht ein Hochhaus in London in Flammen. Ein Mann habe den Säugling gefangen. Die Polizei räumte auch umliegende Gebäude, um die Bewohner vor herabfüllenden Trümmerteilen zu schützen. Hin und wieder knallte es in dem Gebäude. Die Polizei hat alle Wege zum Gebäude hermetisch und weiträumig abgeriegelt. Die Gegend nordwestlich vom Hyde Park solle gemieden werden.

Eine Schule in der Nähe des brennenden Hochhauses in London bleibt am Mittwoch geschlossen.