Confed-Cup-Plan kein Risiko: Löw will "Horizont-Erweiterung"

Auch Löw sowie sein Trainerteam um WM-Torschützenkönig Miroslav Klose und alle Spieler gaben sich volksnah. Auf dem Frankfurter Flughafen steht die Sondermaschine bereit, die den DFB-Tross um Bundestrainer Joachim Löw und die 21 deutschen Spieler am Vormittag nach Russland bringen soll.

In Kelsterbach bei Frankfurt standen 18 Feldspieler und drei Torhüter auf dem Platz.

Sotschi - Mit leichter Verspätung ist die deutsche Fußball-Nationalmannschaft am Donnerstagnachmittag kurz vor 13.45 Uhr Ortszeit in der russischen Olympiastadt Sotschi gelandet.

Das zweite Gruppenspiel der DFB-Elf gegen Südamerika-Meister Chile am 22. Juni steigt in Kasan, ehe die Mannschaft zur dritten Begegnung mit Afrikameister Kamerun (25. Juli) wieder nach Sotschi kommt. Das Auftreten der vielen Nachrücker um die bisher auffälligsten Neulinge Sandro Wagner, Lars Stindl und Amin Younes hat ihm gezeigt, dass sein besonderer Confed-Cup-Plan aufgehen könnte. Löw verzichtet wie schon bei Leroy Sané, der wegen einer Nasen-Operation fehlt, auf eine Nachnominierung. "Das ist auch sein Privatleben", sagte Bierhoff.

Beim letzten Training vor der Abreise nahm Löw seinen Perspektivkader ohne Stars noch einmal im Kreis zusammen, die Ansprache war dem Vernehmen nach kurz und im Ton sehr ruhig. "Nächstes Jahr müssen wir top in Form sein und eine gute Performance abliefern", erklärte Löw zur Mission 2017. Die Schwerpunkte der finalen Präparation hat Löw bereits benannt: Verfeinerung der Offensive, Aufbau einer stabilen defensiven Organisation und das Einüben von Standardsituationen.

Vor allem international wird seine Kaderauswahl kritisch gesehen.

Der Freiburger betrachtet den Confed Cup auch als "willkommene Gelegenheit, um einfach noch mehr Erfahrung zu sammeln, das Land und die Menschen besser kennenzulernen, die Bedingungen vor Ort, die Stimmung aufzusaugen". "Ich kann natürlich eine gewisse Enttäuschung bei manchen verstehen. Und sie wollen nicht sehen, dass sie verletzt sind", unterstrich der DFB-Chefcoach. "Die Umstände dort interessieren uns immer".