Bericht: US-Sonderermittler untersucht Vorwürfe gegen Trump

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Bericht: US-Sonderermittler untersucht Vorwürfe gegen Trump

Demnach soll der US-Präsident darüber nachdenken, den in der Russland-Affäre eingesetzten Sonderermittler Robert Mueller zu feuern. Vor dem Geheimdienstausschuss des US-Senats soll der Minister heute Rede und Antwort über mögliche Verbindungen stehen. "Chris Ruddy spricht für sich", sagte Spicer laut "Washington Post".

Auch andere Medien erwarteten, dass Sessions mit harten Fragen rechnen müsse.

Ausgerechnet Sessions, der während des Wahlkampfes auch für die außenpolitischen Themen zuständig war, will sich nicht an seine Gespräche mit dem einflussreichen russischen Botschafter Sergej Kisljak erinnern können? Auch dazu dürfte er befragt werden, meint die Zeitung. Die Untersuchungen hatten sich bisher auf russische Interventionen in die US-Präsidentschaftswahl 2016 konzentriert und auf die Frage, ob das Trump-Lager davon gewusst und profitiert haben könnte.

Sessions erschien vor demselben Gremium, das am vergangenen Donnerstag den früheren FBI-Chef James Comey empfangen hatte. Die Demokraten rechnen allerdings nicht damit, dass Sessions in der Anhörung hochbrisante Details preisgeben wird. Für Wirbel sorgten Berichte, dass Trump erwägt, den Sonderermittler zu der Affäre, Robert Mueller, zu entlassen. Unter anderem werde in Trumps Umfeld seine Unparteilichkeit in Zweifel gezogen, weil er ein langjähriger Freund Comeys sei.

Denn in beiden Parlamentskammern hat Trumps Partei, die Republikaner, derzeit eine Mehrheit. Er sei ein Garant dafür, dass der Präsident in den Russland-Ermittlungen fair behandelt werde, hieß es damals.

Sessions sagte, er habe sich aus den Ermittlungen einer russischen Wahlbeeinflussung aus formalen Gründen zurückgezogen. Sein Auftritt vor dem Senatsausschuss erfolgt wenige Tage nach einer Aussage Comeys dort. "Ich weiß nichts über diese Russland-Ermittlungen über das hinaus, was öffentlich bekannt ist", sagte Sessions. Der Geheimdienstausschuss des Senats lädt Jeff Sessions wegen der Russlandaffäre vor - und der Justizminister verweigert über weite Strecken die Aussage.

Der Hardliner Sessions ist einer der geistigen Architekten des innen-, justiz- und sozialpolitischen Rechtsrucks in den USA. Mit Stephen Miller hat er einen wichtigen Berater Trumps mit nach Washington gebracht. Coats habe Vertrauten berichtet, dass Trump ihn aufgefordert habe, beim damaligen FBI-Chef James Comey auf ein Ende der Ermittlungen gegen Flynn zu drängen.

Unklar ist, ob Trumps Äußerung gegenüber Comey der einzige Anhaltspunkt für die Ermittlungen sind. Er spricht von "Lügen, schlicht und einfach". Angeblich wollte er durchsetzen, dass die Ermittlungen gegen den früheren Sicherheitsberater Flynn eingestellt werden.

- LOYALITÄT: Comey empfand Trumps Wunsch nach Loyalität als ungehörig und als unangemessene Einmischung. Nun könnte der Hauptfokus auf den Verdacht rücken, Trump habe diese Ermittlungen zu verhindern versucht: Justizbehinderung ist ein Straftatbestand. Comey hatte auch detailliert über Gespräche mit dem Präsidenten berichtet, in denen dieser ihn gebeten habe, von den Ermittlungen gegen Flynn abzulassen.

- RUSSISCHES HACKING: Ja, sagt Comey, zweifellos hätten die Russen auf den US-Wahlkampf 2016 Einfluss zu nehmen versucht.