Air Berlin braucht Konzept für die Zukunft

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Air Berlin braucht Konzept für die Zukunft

An dem geplanten Gemeinschaftsunternehmen sollte die arabische Fluggesellschaft 25 Prozent und die TUI AG 24,8 Prozent halten, während die restlichen 50,2 Prozent bei der Niki Privatstiftung verbleiben sollten.

Und dass nun Lufthansa Air Berlin übernimmt, ist bei weitem noch nicht ausgemacht.

Die Führung von TUI ist nach eigenen Angaben vom Rückzug Etihads überrascht worden. Die Gespräche würden nicht fortgeführt, teilte Tui am Donnerstag mit.

Der FDP-Bundesvorsitzende Christian Lindner hat Vorbehalte gegen eine Bürgschaft des Landes Nordrhein-Westfalen für die angeschlagene Fluggesellschaft Air Berlin deutlich gemacht. Die ordentliche Anfrage folgt dann gewöhnlich in einem zweiten Schritt. Offen blieb, um welche Summe es dabei gehen könnte.

Der Großinvestor Etihad will doch nicht mehr mit Tuifly zusammenarbeiten.

Air Berlins Großaktionär Etihad hat nach Darstellung von TUI alle Gespräche über die Gründung eines gemeinsamen Ferienfliegers abgebrochen. Niki bleibt nun erst einmal im Konzern. Etihad wollte die österreichische Niki aus der Muttergesellschaft Air Berlin herauslösen und mit Tuifly verschmelzen.

Winkelmann bat bei den Kunden von Air Berlin um Entschuldigung für die seit Monaten anhaltenden Probleme bei seinem Unternehmen. Die Auslagerung in eine neue Gesellschaft galt als wichtiger Schritt bei der Neuausrichtung von Air Berlin. Sie war einer der drei zentralen Punkte in der laufenden Neuaufstellung. Es soll nun doch keinen gemeinsamen Ferienflieger mit Tuifly geben. Als Begründung für die Trennung nannte die Airline eine stark schwankende Nachfrage. Deren Chef Carsten Spohr wiederum hatte sich in den vergangenen Wochen wiederholt an Airberlin interessiert gezeigt - allerdings nur, wenn Etihad zunächst die Schulden von Airberlin begleiche und wenn die diesbezüglichen kartellrechtlichen Fragen geklärt seien. Insgesamt 35 Flugzeuge wurden an die neue Niki-Plattform abgegeben.

Für Air Berlin wird durch das Scheitern der Fusion alles noch schwieriger. Diese Vereinbarung sollte beendet werden. "Damit haben wir uns gegen eine denkbare Pleite von Air Berlin abgesichert", sagt ein Lufthansa-Manager. Soweit der Plan. Nur ist er jetzt geplatzt. Experten gehen davon aus, dass dies die Zahlungsunfähigkeit von Air Berlin bedeuten würde.

Hannover. Die arabische Fluggesellschaft Etihad hat ihre Pläne für die Air-Berlin-Beteiligung aufgegeben. Nunmehr muss dieser Betrag voraussichtlich zurückgezahlt werden, weil der Deal mit Tuifly nicht zustande kommt. Die hoch verschuldete Airline schlingert finanziell an der Nulllinie.

Ein Teil von Air Berlin fliegt bereits seit Februar für die Lufthansa. Daraus wird jetzt aber nichts. Dass Air Berlin tatsächlich eine Bürgschaft beantragt und dann auch bekommen wird, ist aber nicht garantiert. Er hat kurz nach seinem Start den zentralen Fehler von Air Berlin benannt: Man habe sie zu einer "eierlegenden Wollmilchsau" machen wollen, was nicht funktionieren konnte.