Viele Briten lassen sich in Deutschland einbürgern

  • Viele Briten lassen sich in Deutschland einbürgern

Viele Briten lassen sich in Deutschland einbürgern

Im vergangenen Jahr ließen sich 2865 Briten einbürgern.

Seit die Briten vor rund einem Jahr für den Ausstieg aus der EU gestimmt haben, hat das britische Pfund mehr als zehn Prozent an Wert eingebüßt.

Die größte Gruppe unter den Menschen mit neuem deutschen Pass stellten Türken (16 290).

Mit insgesamt 110.400 Einbürgerungen stieg die Zahl der neuen deutschen Staatsbürger um 2,9 Prozent.

Die Inflation legte im Mai im Vergleich zum Vorjahr um 2,9 Prozent zu.

Wie schon in den Jahren zuvor verlief die Entwicklung der Einbürgerungen gegenüber dem Vorjahr innerhalb Deutschlands uneinheitlich. In 10 Bundesländern gab es 2016 mehr Einbürgerungen als 2015.

Das ausgeschöpfte Einbürgerungspotenzial bezieht die Zahl der Einbürgerungen auf die Zahl der Ausländer, die zehn Jahre oder länger in Deutschland leben und damit in der Regel alle Voraussetzungen für eine Einbürgerung erfüllen. So verzeichnete Mecklenburg-Vorpommern mit 19 Prozent den höchsten Zuwachs, während die Zahl der Einbürgerungen in Bremen um ein Fünftel zurückging. Sie waren im Durchschnitt 33 Jahre alt und hielten sich seit 17 Jahren in Deutschland auf - und damit bedeutend jünger als der deutsche Altersschnitt. Das seien 2200 mehr als im Jahr zuvor oder ein Anstieg um 361 Prozent. Wie schon in den vergangenen Jahren gab es unter den Eingebürgerten anteilig mehr Frauen (53,9%) als Männer. Die Mehrheit der eingebürgerten Personen stammt aus Europa (59,4 Prozent), allein 29,0 Prozent kommen aus den Staaten der Europäischen Union. Der liegt bei 44 Jahren. EU-Bürger weisen dabei traditionell unterdurchschnittliche Werte auf (1,6%). Ihr Interesse an einer Einbürgerung ist eher gering. Bulgarien (6,3%) und Rumänien (7,8%) - und in diesem Jahr auch das Vereinigte Königreich (3,9%) - sind dabei jedoch Ausnahmen. Die höchsten Werte entfielen durchweg auf außereuropäische Länder: Es führt Kamerun (18,5 Prozent bei rund 900 Einbürgerungen), gefolgt von Syrien (12,5 Prozent bei gut 2.200 Einbürgerungen) und Ägypten (12,4 Prozent bei 600 Einbürgerungen).