Krankenkassen fahren auch im ersten Quartal hohen Überschuss ein

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Krankenkassen fahren auch im ersten Quartal hohen Überschuss ein

Nach Recherchen der FAZ haben die 113 Krankenkassen das erste Quartal 2017 insgesamt mit einem Plus von 620 Millionen Euro abgeschlossen.

Die gesetzliche Krankenversicherung baut ihre Reserven auch im laufenden Jahr weiter aus.

Berlin - Die gesetzlichen Krankenkassen haben nach einem Zeitungsbericht im ersten Quartal dieses Jahres einen Überschuss von 620 Millionen Euro erzielt. Damit wären ihre Rücklagen auf einen Rekordwert von 16,5 Milliarden Euro gestiegen.Das sind gut 200 Millionen Euro mehr als im Vorjahresquartal. Die Ersatzkassen schlossen weniger gut ab, denn der Quartalsüberschuss sank im Jahresvergeleich von 206 auf 155 Millionen Euro.

Die Betriebskrankenkassen reduzierten ihr Plus auf etwa 30 nach 38 Millionen Euro, die Innungskassen halbierten ihren Überschuss auf 17 Millionen Euro, die Knappschaft konnte ihren mit 58 Millionen Euro leicht ausbauen. Die Rücklagen steigen damit auf einen Rekordwert. So hätten die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) im Jahresvergleich ihren Überschuss von 72 auf 361 Millionen Euro ausgebaut.

Gröhe dürften die anhaltenden Überschusssteigerungen der Krankenkassen gerade im Wahljahr entgegenkommen, zumal der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) vor Jahresfrist noch von deutlich schlechteren Zahlen ausgegangen war. Dies wiederzum führt er darauf zurück, dass die AOKs viele neue junge Versicherte hinzugewonnen hätten und es zudem "gute Verträge und eine Versorgungssteuerung" gebe.

Dem Bericht zufolge fällt die Finanzentwicklung der einzelnen Kassen jedoch sehr unterschiedlich aus. Der Anstieg der Leistungsausgaben rangiert bei den Ersatzkassen in einer ganz anderen Liga als im AOK-System, nämlich bei 4,3 Prozent je Versichertem.